Silvesterangst bei Hunden und Katzen

Das Jahr neigt sich langsam aber unaufhaltsam seinem Ende zu und damit schwebt mal wieder drohend der Schrecken vieler Hunde und Katzen und deren Besitzer über der weihnachtlichen Stimmung - SILVESTER!!!

Das alljährliche Grauen nimmt oft schon kurz nach den Weihnachtsfeiertagen seinen Lauf, sobald die ersten Feuerwerkskörper in den Läden zu kaufen sind, und dauert oft bis in den Januar hinein an.

Die Tiere (und auch die Besitzer) leiden sehr unter ihrer Angst vor den Feuerwerksknallern, manchmal ist es sogar so schlimm, dass sie tagelang nicht fressen, sich verstecken und nicht mal dazu zu bewegen sind, draußen ihr Geschäft zu verrichten. Einige Hunde versuchen sogar panisch quasi durch Wände hindurch zu fliehen und können dadurch mitunter beträchtliche Schäden am Wohnungsinventar anrichten. Oder sie fangen an, sich selbst zu benagen und sich damit teilweise schlimme Wunden zuzufügen. Egal wie stark ausgeprägt die Angst der Tiere ist, tatenlos zusehen sollte man aber auf keinen Fall!

 

Was kann man nun tun, um den betroffenen Hunden und Katzen zu helfen?

Es gibt verschiedene Methoden, die unterschiedliche Ansätze haben. Leider gibt es jedoch für keinen Patienten ein Patentrezept, so dass man manchmal erst herausfinden muss, was dem einzelnen Tier hilft.

Sinnvoll ist aber in jedem Fall eine passende Kombination aus Training,  Futterzusätzen oder Medikamenten (wenn nötig) und Umweltmanagement.

Wenn man weiß, dass der Hund extreme Ausprägungen dieser Angst zeigt, sollte es eigentlich selbstverständlich sein, die restlichen 350 Tage des Jahres für entsprechendes Training und eine behutsame Desensibilisierung zu nutzen!

 

Eine ausführliche Beschreibung zu allen Verfahren würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, wir stehen Ihnen jedoch gerne in einem ausführlichen Beratungsgespräch Rede und Antwort. Zusätzlich können Sie bei seriösen und in dieser Problematik erfahrenen Hundetrainern Unterstützung beim Anti-Angsttraining finden.

 

Womit wir schon bei den Varianten der Verhaltenstherapie wären:

  • Konditionierte Entspannung - dies ist eine grundlegende Trainingsmethode, von der unabhängig von Angstzuständen jeder Hund profitieren kann. Der Hund wird dabei darauf konditioniert, auf ein bestimmtes Signal hin zu entspannen. Dieses Signal kann ein Wort, eine Berührung, Musik, eine bestimmte Decke oder auch ein Duft sein.
  • Desensibilisierung - der Hund lernt, dass die Geräusche keine Gefahr bedeuten, indem ihm z. B. regelmäßig eine entsprechende CD über mehrere Wochen in langsam ansteigender Lautstärke vorgespielt und diese Situation positiv verknüpft wird z. B. mit ausführlichen Streicheleinheiten, Spielen, besonders leckerem Futter oder ähnlichem. Diese Methode lässt sich perfekt mit der konditionierten Entspannung kombinieren.
WICHTIG: die oben beschriebenen Trainingsmethoden können immer nur dann funktionieren, wenn sie über einen längeren Zeitraum konsequent geübt bzw. konditioniert werden. Als "Erste-Hilfe-Maßnahmen in Akutfällen" sind sie nicht geeignet.
Etwas kurzfristiger können sogenannte Nutrazeutika (Futterzusätze) eine Alternative sein. Diese basieren auf bestimmten Proteinen bzw. Aminosäuren (Eiweißbausteinen) und/oder pflanzlichen Inhaltsstoffen, die das Nervensystem positiv beeinflussen und damit angst- und stressmindernd wirken sollen.
Beispiele hierfür sind:
  • Alpha-Casozepin - dieser Stoff entsteht bei Welpen im Darm bei der Verdauung der Muttermilch und verstärkt die beruhigende Wirkung eines bestimmten Botenstoffes im Gehirn. Erwachsene Hunde können dieses Protein nicht mehr selber herstellen, aber über das Futter zugeführt ist es vergleichbar wirksam.
  • L-Tryptophan - dies ist eine sogenannte "essentielle Aminosäure", das heißt, der Körper braucht sie zum Leben, kann sie aber nicht selber herstellen. Im Gehirn findet eine Umwandlung in das "Glückshormon" Serotonin statt, welches angstlösend und auch aggressionsmindernd wirkt.
  • L-Theanin - kommt vor allem in grünem Tee vor und wird im Gehirn zu dem Botenstoff GABA umgewandelt, der ebenfalls beruhigend wirkt.
  • Vitamine des B-Komplexes - unterstützen das Nervensystem.
  • Pflanzliche Inhaltsstoffe - mit ähnlicher Wirkung wie bei Menschen sind dies z. B. Extrakte aus Baldrian, Melisse, Passionsblume und andere.
Meist handelt es sich um Kombinationspräparate, in denen sich die einzelnen Wirkstoffe ergänzen, wodurch eine bessere Wirkung erzielt werden soll. Diese Nutrazeutika können je nach Ausprägung der Angstzustände und der Empfänglichkeit des einzelnen Hundes für die Wirkstoffe sehr schnell wirken, sollten aber idealerweise schon ab einigen Wochen vor dem erwarteten Ereignis täglich verabreicht werden.
Eine weitere Möglichkeit zur Angstbekämpfung sind die sogenannten Pheromone.
  • DAP (Dog Appeasing Pheromone) - auch Pheromone dienen als Botenstoff. Das DAP ist einem Pheromon nachempfunden, dass die säugende Hündin ausströmt und damit den Welpen, die es über die Atemwege aufnehmen, ein Sicherheits- und Geborgenheitsgefühl vermittelt. Das Pheromon ist als Verdampfer für die Wohnung oder als Spray, z. B. für Auto, Transportboxen oder auch Halsbänder, die den Hunden dann bei Bedarf umgebunden werden können, erhältlich. Für Katzen gibt es übrigens ebenfalls ein spezielles Pheromonpräparat, welches auf dem gleichen Wirkmechanismus beruht und genauso wie beim Hund angewendet wird. Die Pheromone wirken immer tierartspezifisch, deshalb sind die Hundepräparate für Katzen wirkungslos und umgekehrt.
DAP (und auch das Katzenpheromon) ist eher für den mittel- bis kurzfristigen Einsatz in Stress- und Angstsituationen gedacht, funktioniert aber auch nicht bei jedem Tier zuverlässig und gleich gut. Für den Menschen ist es geruch- und wirkungslos.
Kann man mit all den oben beschriebenen Maßnahmen keinen ausreichenden Erfolg erzielen oder ist die Angst an Silvester zu groß oder eben nur dann vorhanden, helfen manchmal nur noch sogenannte Psychopharmaka weiter. Diese verschreibungspflichtigen Medikamente dürfen nur durch Tierärzte verordnet werden.
Da bei diesen Wirkstoffen ein nicht zu unterschätzendes Nebenwirkungsrisiko besteht, sollten sie nur nach sorgfältiger Abwägung und gründlicher vorheriger Untersuchung beim individuellen Tier zum Einsatz kommen.
Beispiele hierfür sind:
  • Alprazolam - ein dem Diazepam (Valium) ähnlicher Wirkstoff, der beruhigend und angstlösend, dosisabhängig auch sedierend (schläfrigmachend) wirken kann. Es besteht in seltenen Einzelfällen das Risiko einer paradoxen Reaktion, das heißt, dass das Tier genau gegensätzlich reagiert und noch aufgeregter und ängstlicher wird. Alprazolam kann wenn nötig im Einzelfall auch über einige Tage hinweg in niedriger Dosierung gegeben werden.
  • Dexmedetomidin - ein Wirkstoff, der häufig bei Narkosen für chirurgische Eingriffe verwendet wird, in niedrigen Dosen aber ebenfalls beruhigend und angstlösend wirkt. Auch hier kann als unerwünschte Wirkung eine Sedierung auftreten, insgesamt ist das Nebenwirkungsrisiko jedoch geringer. Allerdings kann man Dexmedetomidin nur bedingt nachdosieren und auf keinen Fall über mehrere Tage hinweg verabreichen.
  • Azepromazin - dieser Wirkstoff wurde früher in Kombination mit anderen Medikamenten zur Narkoseeinleitung eingesetzt, weil er angstlösend aber auch sedierend wirkt. Da Azepromazin blutdrucksenkend wirkt, kann es zu entsprechenden Nebenwirkungen kommen, weshalb der Kreislauf der Tiere besonders gut überwacht werden sollte. Einige Hunderassen vertragen dieses Medikament sehr schlecht, wodurch bereits Minimaldosen zur schweren Nebenwirkungen führen können. Auch Azepromazin ist nur sehr eingeschränkt und in genau abzuwägenden Einzelfällen zur Mehrfachgabe geeignet.
Mit diesen Medikamenten erhält man einen recht schnellen Wirkungseintritt, so dass auch in schweren Fällen in kurzer Zeit Angstsymptome gelindert oder sogar beseitigt werden können. Ein Suchtpotential haben die erwähnten Wirkstoffe nicht. Nur in schweren Fällen von dauerhaften Angststörungen dürfen oder müssen Psychopharmaka auch als Dauertherapie gegeben werden, dabei kommen jedoch meist andere Wirkstoffe zum Einsatz. Auch hier gehört die Verordnung und Dosierung unbedingt in die Hände eines Tierarztes, der in so einem Fall idealerweise mit einem erfahrenen Hundetrainer zusammenarbeitet.
Eine weitere Alternative sind Mittel aus der Naturheilkunde, die man auch gut mit anderen Methoden kombinieren kann:
  • Bach-Blüten Notfalltropfen oder -globuli (Rescue Remedy)
  • Bach-Blüten-Mischung zur individuellen und langfristigen Therapie
  • Homöopathische Einzel- oder Komplexmittel
  • Phytotherapeutika (pflanzliche Heilmittel)
Diese können sowohl lang- wie auch kurzfristig gegeben werden und bei der individuell richtigen Mittelwahl gute Wirkung zeigen.
Nicht zuletzt spielt auch das Umweltmanagement in Stresssituationen immer eine sehr wichtige Rolle. Darunter versteht man Maßnahmen in der Umgebung des Hundes, die es ihm erleichtern sollen, mit der jeweiligen Situation zurechtzukommen.
Hierzu gehören z. B.
  • Rollläden runterlassen bzw. Vorhänge zuziehen
  • Musik oder den Fernseher in angemessener Lautstärke anmachen, um die anderen Geräusche zu übertönen
  • Versteckmöglichkeiten anbieten, z. B. eine Ecke in einem ruhigen Zimmer, Transportbox (vorherige Gewöhnung wichtig!), evtl. sogar der Kleiderschrank...
  • Verreisen in eine ruhige Gegend
  • Rechtzeitig Gassi gehen, damit der Hund sich nochmal lösen kann und dann auch durchhält, bis die Knallerei wieder nachlässt (nicht schimpfen, wenn doch mal ein Malheur in der Wohnung passiert, der Hund macht das nicht mit Absicht!)
  • DAS TIER AUF KEINEN FALL ALLEINE LASSEN!!! IN SO EINEM FALL MUSS DIE AUSWÄRTS-SILVESTERPARY LEIDER AUSFALLEN!
ÜBRIGENS: Sie dürfen Ihren kleinen Angsthasen ruhig streicheln und beruhigen, vielleicht hilft auch ein besonders leckeres Futterstück oder eine Ablenkung in Form von Übungen, die er gut beherrscht (wenn er denn noch zu Kopfarbeit in der Lage ist); allerdings sollten Sie ihm aber auch nichts aufdrängen. Ignorieren oder gar schimpfen ist nicht nur nicht hilfreich sondern erhöht nur den Stress für den Hund! Sie möchten mit Ihren Ängsten sicherlich auch nicht gern alleingelassen werden!
Angst ist eine negative Emotion, die ein Lebewesen nicht freiwillig und gerne hat und die deshalb durch Zuwendung NICHT verstärkt werden kann: bekommt ein ängstliches Tier also positive Zuwendung in oben beschriebener Form, wird es dadurch beim nächsten Mal nicht mehr Angst haben sondern im Idealfall weniger!
Haben Sie Fragen zum Thema oder brauchen Sie und Ihr Hund ganz konkrete Hilfe, sprechen Sie uns an!
Wir beraten Sie gerne, um gemeinsam mit Ihnen eine passende Lösung zu finden. Viele der oben aufgeführten Präparate und auch Entspannungszubehör können Sie außerdem direkt bei uns erhalten.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Vierbeinern einen entspannten Jahreswechsel!
Ihr Praxisteam

Der richtige Umgang mit Nestlingen und Jungvögeln

Wie jedes Jahr um diese Zeit bekommen wir auch jetzt wieder zahlreiche Anfragen von besorgten Tierfreunden, die scheinbar hilflose und verwaiste Nestlinge und Jungvögel in Bodennähe, in Gebüschen, auf Gehwegen und in Gärten finden. Der Gedanke, der Natur hier im wahrsten Sinne des Wortes "unter die Fittiche greifen" und den Winzlingen helfen zu wollen ist in jedem Falle verständlich und lobenswert.

Die Vögel sind jedoch meist gar nicht so verlassen und hilflos, wie es auf den ersten Blick scheint. Deshalb möchten wir hier gerne kurz über den richtigen Umgang mit diesen Tieren informieren, denn auch die bestgemeinteste Hilfsbereitschaft kann zu falschem Handeln führen. Ausführliche Informationen bietet z. B. der NABU oder auch die Wildvogelhilfe.

Man muss auf jeden Fall zwischen folgenden Situationen unterscheiden:

Nestlinge sind Vögel, die - wie der Name schon sagt - noch ins Nest gehören. Ihr Gefieder ist kaum ausgebildet, teilweise sind sie sogar noch nackt, und die Augen sind noch nicht richtig geöffnet. Sie sind tatsächlich hilflos, meist unbeabsichtigt aus dem Nest gefallen, unter Umständen aber auch aus verschiedenen Gründen von den Eltern verstoßen. Hier sollte geholfen werden, indem ein solches Tier behutsam wieder ins Nest zurückgesetzt. Keine Sorge, die Altvögel nehmen die Nestlinge problemlos wieder an und ziehen sie wie gewohnt auf. Ist das Nest jedoch nicht auffindbar oder zerstört, die Eltern auch nach einiger Zeit nicht zu sehen oder nicht am Nestling interessiert, kann es sinnvoll sein, einen Aufzuchtversuch zu unternehmen. Da die Fütterung und Pflege sowie die spätere Auswilderung jedoch aufwändig und schwierig sind, sollte dies auf jeden Fall von einer entsprechenden Auffangstation durchgeführt werden. Alternativ können Sie sich auch an eine auf Vögel spezialisierte Tierarztpraxis wenden (einige Adressen finden Sie auch hier auf unserer Seite).

Trotzdem ist die Handaufzucht immer nur die zweite Wahl, da die Tiere in der Natur eine wesentlich höhere Überlebenschance haben!

Jungvögel, die bereits ein fertig ausgebildetes Gefieder haben und auch schon erste Flugversuche unternehmen - sogenannte Ästlinge - sollte man auf jeden Fall an Ort und Stelle belassen und zunächst einige Stunden aus der Ferne beobachten. Sie sind meist kurz vor dem Auszug aus dem Elternhaus und werden bis zur vollständigen Selbständigkeit weiterhin von den Altvögeln versorgt. Hier wäre ein voreiliges Eingreifen also nicht nur im Interesse der Vögel wenig hilfreich sondern sogar falsch im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes. Nur wenn akute Gefahr für die Tiere droht, sollte man sie vorsichtig an einen sicheren Ort, aber unbedingt in der Nähe des Fundortes umsetzen. 

Bitte handeln Sie also umsichtig und überlegt, um den Jungvögeln auch in bester Absicht nicht zu schaden! Helfen Sie lieber, indem Sie diesen Artikel teilen und andere Menschen über dieses Thema informieren.

Vielen Dank!

 

Ihr Praxisteam

 

Kennzeichnung von Haustieren - "Schnickschnack", sinnvoll oder sogar Pflicht?!

Zur Zeit erreichen uns nahezu wöchentlich mindestens 1 - 2 Vermisstenanzeigen, meist über Katzen, aber auch über Hunde... Es muss für die Besitzer ein furchtbares Gefühl sein, vor allem die quälenden Fragen, wo das geliebte Haustier sich gerade aufhält, ob es gesund oder verletzt ist oder überhaupt noch lebt. Ist es irgendwo unbewusst eingesperrt, wurde es von wohlmeinenden Menschen aufgenommen in der Annahme, dass es sich um ein armes ausgesetztes Tier handelt? Ist es im Tierheim gelandet? Oder wurde es gar gestohlen?!!

 

Natürlich kann ein solches Missgeschick jedem Tierbesitzer passieren, deshalb ist logischerweise die wichtigste Maßnahme eine zuverlässige Beaufsichtigung des Tieres.

Gehen Hund oder Katze aber aus welchem Grund auch immer doch mal verloren, kann es sehr schwierig sein, das Tier wiederzufinden beziehungsweise es als Finder zu seinem Besitzer zurückzubringen.

Natürlich kann und sollte man Suchplakate aufhängen, bei Tierärzten verteilen, oder durchaus den Verlust auch in den sozialen Medien posten (Vorsicht mit der Veröffentlichung von persönlichen Daten!), aber unsere Haustiere legen draußen unter Umständen auch große Strecken zurück, sodass sich der Suchradius teilweise über eine sehr gr0ße Fläche erstreckt. Dann wird es schwierig mit Suchmeldungen... Zudem sind Fotos oft wenig aussagekräftig und eine "schwarze Katze mit weißem Brustfleck" ist numal keine Seltenheit.

 

Hier zeigt sich dann, dass eine eindeutige Kennzeichnung von Hund und Katze wirklich sinnvoll ist. Eine Plakette am Halsband mit eingraviertem Namen des Tieres und Kontaktdaten des Besitzers ist zunächst einmal eine gute Alternative, aber sie kann jederzeit entfernt werden (z. B. bei Diebstahl) oder das Halsband wird - vor allem von Katzen - häufig abgestreift.

 

Zum Glück gibt es jedoch schon seit einigen Jahren die Möglichkeit, ein Tier dauerhaft, eindeutig und vor allem im Gegensatz zur früher üblichen Tätowierung nahezu schmerzfrei zu kennzeichnen:

 

Es handelt sich hier um den sogenannten Tiertransponder oder Microchip. Dieser ist nicht mehr als reiskorngroß und wird dem Tier mit einer Kanüle standardmäßig im linken Hals-Schulter-Bereich unter die Haut gesetzt. Dort verwächst er mit dem Bindegewebe und verbleibt ein Leben lang, und das Tier ist nun unverwechselbar gekennzeichnet.

ABER ACHTUNG:

Häufig besteht der Irrglaube, dass auf diesem Chip bereits die Daten von Tier und Besitzer eingespeichert sind. Das ist jedoch nicht der Fall!!! Auf den Transponder ist lediglich eine 15-stellige Nummer programmiert, die aber erstmal in keinerlei Verbindung zum Tier und dessen Besitzer gebracht werden kann. Es ist daher wichtig, sein Haustier unter Angabe der persönlichen Daten bei einer entsprechenden Stelle zu registrieren. Nur dadurch wird eine Verknüpfung  der Transpondernummer mit Tier und Tierhalter hergestellt.

 

Diese Registrierung ist in der Regel kostenlos und sehr einfach. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen Haustierregistern, die aber alle nach dem gleichen Prinzip funktionieren und national, in den meisten Fällen aber auch international eng zusammenarbeiten.

Die bekanntesten nationalen Registrierungsstellen sind die Tasso e.V., die IFTA und das Deutsche Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes (s. auch unter Links).

Man gibt also hier die Transpondernummer seines Tieres zusammen mit den Daten zum Tier und zur eigenen Person an (meist auch online möglich), und schon kann Ihr vierbeiniges Familienmitglied eindeutig Ihnen zugeordnet werden. Der Datenschutz ist hier in der Regel kein Problem: Sie können selbst entscheiden, in welchem Umfang Ihre Daten an einen potentiellen Finder weitergegeben werden dürfen, oder ob der Kontakt sogar nur über die Registrierungsstelle hergestellt werden soll.

Meist bieten die Tierregister auch zusätzliche Services an, wie z. B. Halsbandplaketten oder die kostenlose Erstellung und Versendung von Suchplakaten im Verlustfall.

 

Damit ist also geklärt, dass es generell sinnvoll ist, Hund oder Katze zu "chippen".

Ist es denn aber wirklich auch Pflicht, dies zu tun?

Hier muss man ein wenig differenzieren: Katzen müssen nicht prinzipiell gekennzeichnet werden, es sei denn, es handelt sich um Zuchttiere, denn eine Ahnentafel wird vom jeweiligen Zuchtverband nur bei eindeutiger Kennzeichnung ausgestellt. Möchte man mit seinem Stubentiger ins Ausland verreisen, benötigt man den sogenannten EU-Heimtierausweis. Da es sich bei diesem Ausweis um ein amtliches Dokument handelt, darf auch dieser nur ausgestellt werden, wenn das jeweilige Tier mit einem Transponder versehen ist.

Beide Gründe gelten auch für Hunde, allerdings gibt es darüberhinaus tatsächlich eine Kennzeichnungspflicht! Ein Hundehalter MUSS für sein Tier eine Haftpflichtversicherung abschließen und es beim Finanzamt anmelden. Beides ist wiederum an eine eindeutige Identifizierung des Hundes gebunden.

Kommt man der Kennzeichnungspflicht, sowie der Versicherungs- und Steuerpflicht nicht nach, kann dies erhebliche rechtliche Konsequenzen haben.

 

Sollten Sie zu diesem Thema noch Fragen haben, wenden Sie sich einfach an uns, unser Team steht Ihnen gerne Rede und Antwort (Kontakt).

 

 

 

Hitze im Auto - die unsichtbare Gefahr

Wenn es heiß wird im Auto...

Schrecklich, aber wahr - jedes Jahr sterben Haustiere qualvoll in überhitzten Autos!

 

Wie schnell sich ein Auto aufheizen kann, wird enorm unterschätzt. Die Außentemperaturen müssen nicht einmal sommerlich hoch sein, doch wenn die Sonne scheint, steigt die Temperatur im Wageninneren sehr schnell an. Im Sommer reicht übrigens auch die Wärmestrahlung der Umgebung bei geschlossener Wolkendecke oder einem Parkplatz im Schatten  aus, um das Innere eines PKWs schnell zum Backofen werden zu lassen! Auch die üblichen spaltbreit geöffneten Fenster bringen keine wirksame Kühlung.

Versuchen Sie doch einmal selbst, wie es ist, in einem in der Sonne geparkten Auto bei geschlossenen Fenstern und ohne Lüftung zu sitzen. Mit ziemlicher Sicherheit werden Sie es nicht besonders lange aushalten und schnell ins Schwitzen geraten.

Das Problem bei unseren Haustieren ist jedoch, dass sie nicht nur einen mehr oder weniger dicken Mantel tragen, sondern nicht über die Haut schwitzen können, da sie im Gegensatz zum Menschen keine Schweißdrüsen besitzen. Dieser wichtige und effektive Mechanismus der Regulation der Körpertemperatur fällt also komplett weg.

Die einzige Möglichkeit für Abkühlung zu sorgen, ist Hecheln. Gemessen an der Gesamtkörperoberfläche ist jedoch die Oberfläche von Zunge und Mundschleimhaut und der damit mögliche Wärmeaustausch mit der Umgebung sehr gering. Der Organismus schafft es nicht mehr, sich ausreichend zu kühlen, um die lebenswichtigen Stoffwechselvorgänge im Körper einwandfrei funktionieren zu lassen. Außerdem geht dem Körper über das Hecheln viel Flüssigkeit verloren.

Die Folge ist eine gefährliche Überhitzung des Tieres (HItzschlag), die zu schweren Allgemeinstörungen, Austrocknung, Bewusstseinsverlust und im schlimmsten Fall und leider gar nicht so selten zum Tode führt!

Quelle und vollständiger Artikel: www.petfindu.com
Quelle und vollständiger Artikel: www.petfindu.com

Bitte lassen Sie deshalb Ihr Tier, egal ob Hund, Katze oder kleines Heimtier niemals im Auto, wenn die Sonne scheint bzw. es draußen warm ist, auch nicht für eine schnellen Besorgung auf dem Weg zum Tierarzt oder vom Hundespaziergang!!!

Seien Sie sich der Gefahr und Ihrer Verantwortung für das Wohlergehen Ihres Lieblinges bewusst und organisieren Sie Ihren Alltag entsprechend, damit Sie ihn gar nicht erst dieser Gefahr aussetzen müssen!!!

Abgesehen von der akuten Lebensgefahr für das Tier droht Ihnen zusätzlich auch eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und ein beschädigtes Fahrzeug! Und das kann teuer werden...

 

Was Sie tun können, wenn Sie ein in einem heißen Auto eingeschlossenes Tier sehen:

  • Halten Sie nach dem Besitzer Ausschau
  • Lassen Sie diesen gegebenenfalls (z. B. in Einkaufszentren) ausrufen
  • Rufen Sie Polizei oder Feuerwehr
  • Geht es dem Tier offensichtlich sehr schlecht oder ist es gar bewusstlos, bleibt oft nur, sofort die Scheibe einzuschlagen, um es aus dieser Notlage zu befreien. Man riskiert zwar eine Anzeige wegen Sachbeschädigung, hat dafür aber eventuell ein Leben gerettet...

Wenn Sie bei der Aufklärung über dieses Problem mithelfen wollen, finden Sie hier die Aktion "Hund-im-Backofen" mit weitergehenden Informationen und entsprechendes kostenloses Infomaterial zum Verteilen an zum Beispiel Freunde, Vereinsmitglieder, Kunden...

Neue Fotos von Sunny

Uns haben mal wieder neue Fotos von Sunny erreicht. Er scheint sich so richtig wohlzufühlen, die Wunde ist tatsächlich vollständig verheilt, und das Fell ist - bis auf eine kleine Stelle - komplett nachgewachsen! Er sieht wieder richtig toll aus, und endlich darf er sich auch wieder kratzen...

Die Fotos sprechen Bände:

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14 Wochen alter Birma-Mix-Kater sucht noch ein schönes Heim!

Am 01.03.2016 ist Foxy geboren, seine Mutter ist eine Heilige Birma und der Vater ein Himalaya-Kater. Seine Farbe ist seal-point, und er hat blaue Augen. Er ist entwurmt und stubenrein. Jetzt ist er alt genug um auszuziehen und sucht ein schönes Zuhause.

 

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei uns in der Praxis oder direkt bei der Besitzerin:

 

Fr. Z. Desaubris, Tel. 0151-27078216 oder unter desaubris@web.de

Gute Neuigkeiten von Sunny!

Nun ist es amtlich:

Sunny hat endlich ein endgültiges Zuhause!!! Seine Pflegestelle hat sich so sehr in ihn verliebt, dass sie ihn nicht mehr hergeben möchte!

Er darf nun für immer bei ihr und seinem neuen Bruder "Keko", mit dem er sich wunderbar versteht, bleiben.

Die Wunde ist nahezu vollständig verheilt, und sein Fell wächst sogar wieder nach, woran keiner so wirklich geglaubt hatte. Seine Ohren sind immer noch nicht ganz in Ordnung, aber er ist nach wie vor in Behandlung und macht große Fortschritte.

Wir freuen uns unglaublich, dass sich sein Schicksal so zum Guten gewendet hat und wünschen ihm und seinem neuen Frauchen alles Gute und eine wunderschöne Zeit miteinander!

Hier sind ein paar Fotos aus Sunnys neuem Zuhause:

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Illegaler Welpenhandel

Und wieder einmal ist es passiert:

Eine Familie ist beim Welpenkauf auf unseriöse Hundehändler hereingefallen.

Dabei las sich die Anzeige bei ebay-Kleinanzeigen gar nicht mal so schlecht.

Familiäre Hobbyzucht, süße Chihuahua-Mischlingswelpen von einer reinrassigen Hündin, elf Wochen alt, mehrfach entwurmt und tierärztlich untersucht....

Die Interessenten entscheiden sich nach einem Telefonat für einen der Welpen, werden jedoch zu einer anderen als der in der Anzeige angegebenen Adresse bestellt und sollen bei Ankunft bitte kurz anrufen, da die Klingel angeblich kaputt sei. Der Hund wird ihnen zur Tür gebracht und die Abwicklung des Kaufs findet draußen auf der Straße statt. Einen Impfpass oder andere Nachweise bekommen die Käufer nicht, sie erfahren nicht einmal das genaue Geburtsdatum. Dabei soll das Hundebaby mehrere hundert Euro kosten.

Das Welpchen wird kurz darauf beim Tierarzt mit dickem Bauch und schlechtem Allgemeinbefinden vorgestellt und ist - oh Wunder - bis oben hin voll mit Würmern, erbricht die Parasiten und scheidet sie mit Durchfall aus. Sein Zustand ist kritisch, aber er wird es wohl schaffen. Er bekommt natürlich ein Medikament zur Entwurmung und außerdem eine Spritze, damit er nicht beim Absterben der Würmer einen allergischen Schock bekommt, woran er im schlimmsten Falle sogar sterben könnte.

 

Zum Glück sind den Welpenkäufern Adresse und Telefonnummer der Verkäufer bekannt, und sie erstatten sofort Anzeige beim Veterinäramt. Der zuständige Amtstierarzt ist inzwischen sehr für den illegalen Welpenhandel sensibilisiert und setzt sofort alle Hebel in Bewegung, um der Sache auf den Grund zu gehen.

Hoffentlich kann wenigstens diesem einen Händler das Handwerk gelegt werden...

 

Die neuen Besitzer dürfen jedenfalls gespannt sein, was noch an "Überraschungen" auf sie zukommt... Die erhoffte finanzielle Ersparnis zum höheren Welpenpreis bei einem seriösen Züchter ist jedenfalls durch die nachfolgenden Tierarztkosten schnell auf Null geschrumpft!

 

Sollte Ihnen Ähnliches wiederfahren sein, nehmen Sie dies bitte nicht stillschweigend hin! Erstatten Sie Anzeige! Klären Sie Freunde und Bekannte auf! Nur so kann auf Dauer der illegale Welpenhandel bekämpft werden!

 

Fazit: Augen auf beim Welpenkauf!!! Prüfen Sie Verkaufsanzeigen im Internet sehr genau.  Lassen Sie sich nicht durch die Bezeichnung "Hobbyzucht" irreleiten. Für seriöse Züchter ist die Zucht immer nur ein Hobby und kein Gewerbe! Ganz im Gegensatz dazu geht es Welpenhändlern nur ums Geschäft! Rufen Sie ruhig mehrmals an, bitten Sie darum, den Welpen schon vor Abgabe besuchen zu dürfen, bestehen Sie unbedingt darauf, Geschwister und Muttertier zu sehen und lassen sich nicht mit Ausreden abspeisen. Nehmen Sie sich immer eine zweite Person mit und notieren Sie sich Namen und Kontaktdaten der Verkäufer. Beobachten Sie das Verhalten und den Ernährungs- und Pflegezustand der Tiere. Es sollte ein tierärztlicher Nachweis über eine erfolgte Untersuchung und Entwurmung, nach der 8. Woche auch über eine eventuelle erste Impfung vorliegen. Der Welpe sollte frei von äußeren Parasiten sein, bzw. bei Bedarf durch den Verkäufer dagegen behandelt werden. Generell gilt: Welpen dürfen nicht vor der achten Lebenswoche abgegeben werden, eine gute Zeit ist zwischen der 8. und 10. Lebenswoche.  Löchern Sie den Verkäufer mit Fragen. Ein seriöser Züchter steht Ihnen gerne Rede und Antwort, gibt Ihnen Tipps und will seinerseits aber auch einiges über Sie erfahren um sicherzustellen, dass der Nachwuchs in gute Hände kommt.

Und bitte, so schwer es auch fällt: Lassen Sie sich nicht zu einem Kauf aus Mitleid verleiten, weil das kleine Wesen doch so süß ist. Darauf bauen nämlich die Händler, und für jeden verkauften Welpen werden neue unter tierquälerischen Bedinungen nachproduziert... Sollten Sie sich auch in nur einem Punkt unsicher sein oder generelle Fragen haben, sprechen Sie uns einfach an, wir beraten Sie gerne! Kontakt

 

Ausführliche Informationen zum Thema illegaler Welpenhandel und eine Checkliste für den Hundekauf gibt es auch unter www.wuehltischwelpen.de

 

Apropos: Das oben Gesagte gilt natürlich auch für Katzen und andere Haustiere!

Update von Sunny

Bestimmt haben viele Leute auf ein Lebenszeichen von Sunny gewartet...

Heute gibt es mal wieder Neuigkeiten:

Wir stehen in regem Kontakt mit Sunnys Pflegestelle, sie versorgt uns immer mit aktuellen Fotos und Berichten von ihm und seinen Fortschritten.

Da wir hier nicht von jeder Email berichten und alle Fotos einstellen können, kommt hier eine kurze Zusammenfassung der letzten Zeit:

Sunny geht es super, die Wunde ist fast verheilt (siehe Foto) und die diesbezügliche tierärztliche Behandlung ist abgeschlossen. Die Wunde wird nur noch vom Pflegefrauchen mit Spezialsalbe zuhause versorgt.

Allerdings bleibt noch einiges zu tun, er hat leider noch mehrere "Baustellen": Seine Ohrpolypen konnten wegen der schlimmen Wunde noch nicht komplett entfernt werden, und er muss noch wegen seines Hodenhochstandes operiert werden... Da dadurch noch einiges an Kosten entstehen werden, ist der Verein Retriever und Freunde e.V. nach wie vor dankbar für jede Spende (genaue Informationen finden Sie auf der Seite des Vereins).

Ansonsten läuft alles bestens, er hat sich ganz toll eingelebt, hängt an seinem Pflegefrauchen und seinen Kumpels (rechtes Foto, Sunny im Hintergrund) und fühlt sich sich pudelwohl. Er genießt das Leben im Haus mit Garten, geht natürlich schrecklich gerne mit auf den Feldern spazieren und darf überall hin mitfahren, weil er sich immer sehr gut benimmt.

Wir wünschen ihm weiterhin alles Gute und werden natürlich weiter berichten...

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Neuigkeiten von Sunny!

Sunny ist nun knapp eine Woche in seinem neuen Zuhause und hat sich sehr gut eingelebt. Er versteht sich gut mit dem zweiten Goldie in der Familie und hat wohl auch in seiner neuen Umgebung schon viele Freunde gefunden.

 

O-Ton der Pflegestelle: Sunny ist ein Super-Hund!!!

 

Er geht weiterhin regelmäßig zum Tierarzt zur Kontrolle und darf schon so oft es geht ohne Halskrause rumlaufen, was er natürlich sehr genießt...

Die Bilder rechts (vom 04.05.2016) geben einen kleinen Überblick über seine derzeitige Lebenssituation und den Verlauf der Wundheilung.

 

Wer ausführlichere Informationen und noch mehr Bilder möchte:

Hier hat er sein eigenes Tagebuch auf der Seite von Retriever und Freunde e.V.

 

Sunny hat außerdem eine eigene Facebook-Seite - Sunny´s Journey

Leider nur auf Englisch, aber Bilder sagen ja ohnehin mehr als tausend Worte...

Sunny am Mittwoch beim Tierarzt: die Wunde ist fast verheilt!

Sunny fühlt sich sichtlich wohl

Sunny und sein neuer Kumpel


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