Onkologie - "Diagnose: Krebs"

Als Onkologie bezeichnet man den Zweig der Medizin, der sich mit der Vorsorge, der Diagnostik, der Therapie und den begleitenden Maßnahmen von Krebserkrankungen beschäftigt.

 

Zur Begriffserklärung: Der Begriff „Tumor“ bedeutet ganz neutral „Zubildung“ oder „Geschwulst“ und sagt nichts über das biologische Verhalten aus, also ob der Tumor gut-(benigne) oder bösartig (maligne) ist.

 

Tumore können ihren Ursprung in unterschiedlichen Geweben wie Knochen, Bindegewebe, Haut, Lymphsystem, Blutgefäße, innere Organe etc. haben und kommen in allen Körperteilen vor. Manche Krebserkrankungen findet man aber besonders häufig bei bestimmten Tierarten und/oder Rassen, und oft spielt auch das Geschlecht und das Alter eine Rolle.

 

Weitere Faktoren, die das Entstehen von Tumoren begünstigen können, sind Störungen im Hormonhaushalt, Viren, einige Medikamente…

 

Manche Zubildungen wachsen zunächst gutartig, entarten dann aber und werden zu malignen Tumoren, andere entstehen gleich als bösartige Tumore.

Aus diesen Gründen ist es daher wie auch beim Menschen wichtig, Risikofaktoren zu erkennen, einzuschätzen und zu beseitigen, bei Verdacht auf ein tumoröses Geschehen frühzeitig entsprechende diagnostische Maßnahmen durchzuführen und bei schließlich gesicherter Diagnose möglichst zügig eine passende Therapie einzuleiten.

 

Geeignete Untersuchungsmethoden sind neben einer gründlichen Allgemeinuntersuchung je nach Verdacht Blutuntersuchungen, Röntgen, Ultraschall und die Untersuchung von Gewebeproben (Zytologie und Histologie). In manchen Fällen kann auch die Durchführung einer CT- oder MRT-Untersuchung sinnvoll sein.

 

Als therapeutische Maßnahmen kommen z. B. chirurgische Entfernung des Tumors, Chemotherapie oder auch Behandlungsprotokolle aus der Biologischen Medizin infrage.

 

Im günstigsten Fall ist die jeweilige Therapiemethode kurativ (heilend). Oft wirkt jedoch die Behandlung leider nur palliativ (aufhaltend, lindernd) auf die Krebserkrankung. Aber auch und gerade in diesen Fällen ist der Sinn einer Therapie nicht zu unterschätzen, da es immerhin häufig gelingt, dem erkrankten Tier über Monate, manchmal sogar Jahre eine gute Lebensqualität zu erhalten.